Infocafé Dresden
Dies ist die Seite des Infocafés Dresden im AZ Conni.
Ihr findet uns immer Mittwochs bis Freitags von 16 bis 20 Uhr
auf der Rudolf-Leonhard-Straße 39 im Vorderhaus in den Räumen der Bibliothek.
News:
Ausstellung "¡Ya basta! Soziale Kämpfe in Mexiko"

Eine Fotoausstellung zu sozialen Kämpfen in Mexico und den Frauenmorden in Ciudad Juárez
Öffnungszeiten: 01.12. - 13.12.09 | Montag - Freitag, 14 - 20 Uhr
Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Straße 39
Ausstellung und Begleitprogramm wurden von der Gruppe FURIAS (Berlin) gestellt.
¡Ya basta! Soziale Kämpfe in Mexiko
Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen und zeigt Menschen in Mexiko bei ihren alltäglichen Bemühungen um ein menschenwürdiges Leben.Fast die Hälfte der mexikanischen Bevölkerung führt ein Leben unter der Armutsgrenze. Darüber hinaus verschlechtert sich die Sicherheitslage im Land zunehmend. Gewalttätige Auseinandersetzungen insbesondere im Rahmen von Auseinandersetzungen zwischen Drogenkartellen führten im Jahr 2008 zu mehr als 5 000 Mordopfern und erzeugen ein großes Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung. Staatliche Institutionen zeigen sich zunehmend unfähig, gegen die weitverbreitete organisierte Kriminalität vorzugehen.
Die Bevölkerung leidet an der mangelnden Umsetzung ihrer zivilen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte. Menschenrechts-verletzungen sind leider keine Ausnahme und werden durch Korruption in Polizei und Justiz weiter befördert.
Die Ausstellung behandelt drei Themenbereiche:
- indigene Bewegungen, die für Emanzipation und Menschenrechte kämpfen, sowie sich selbst organisieren
- das Problem der Frauenmorde in Ciudad Juárez und die Bemühungen von Angehörigenorganisationen zur Aufklärungen der Taten
- Wandbilder, auf denen Wünsche und Hoffnungen der Bevölkerung auf ein besseres Leben zum Ausdruck kommen und politische Forderungen gestellt werden
Die indigenen Teile der mexikanischen Bevölkerung leiden besonders an Marginalisierung und der fehlenden Einhaltung ihrer Rechte. Indigene aus der Bewegung der Zapatistas in Südmexiko haben nach jahrzehntelanger Vernachlässigung durch die Regierung ihr Schicksal selbst in die Hand genommen und leben in Selbstverwaltung. Sie halten Gemeindeversammlungen ab, errichten Schulen und Krankenstationen und bauen so eigenständig das dringend benötigte Gesundheits- und Bildungssystem in Selbstverwaltung auf. Bekannt geworden sind unter anderem der bewaffnete Aufstand der EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) 1994, sowie die Aufstände in Atenco und Oaxaca im Sommer 2006, bei denen vor allem idigene Bevölkerungsgruppen aus Südmexico um ihre Rechte kämpften. Indigene Organisationen in anderen Landesteilen führen Demonstrationen und Protestcamps durch und fordern die Respektierung ihrer Kultur und die Umsetzung ihrer von der Verfassung garantierten Rechte.
Die Ausstellung behandelt drei Themenbereiche:
- indigene Bewegungen, die für Emanzipation und Menschenrechte kämpfen, sowie sich selbst organisieren
- das Problem der Frauenmorde in Ciudad Juárez und die Bemühungen von Angehörigenorganisationen zur Aufklärungen der Taten
- Wandbilder, auf denen Wünsche und Hoffnungen der Bevölkerung auf ein besseres Leben zum Ausdruck kommen und politische Forderungen gestellt werden
Die indigenen Teile der mexikanischen Bevölkerung leiden besonders an Marginalisierung und der fehlenden Einhaltung ihrer Rechte. Indigene aus der Bewegung der Zapatistas in Südmexiko haben nach jahrzehntelanger Vernachlässigung durch die Regierung ihr Schicksal selbst in die Hand genommen und leben in Selbstverwaltung. Sie halten Gemeindeversammlungen ab, errichten Schulen und Krankenstationen und bauen so eigenständig das dringend benötigte Gesundheits- und Bildungssystem in Selbstverwaltung auf. Bekannt geworden sind unter anderem der bewaffnete Aufstand der EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) 1994, sowie die Aufstände in Atenco und Oaxaca im Sommer 2006, bei denen vor allem idigene Bevölkerungsgruppen aus Südmexico um ihre Rechte kämpften. Indigene Organisationen in anderen Landesteilen führen Demonstrationen und Protestcamps durch und fordern die Respektierung ihrer Kultur und die Umsetzung ihrer von der Verfassung garantierten Rechte.
Frauenmorde in einem Land, in dem alles in Ordnung ist...
Die Ausstellung trägt den Titel Frauenmorde ... in einem Land in dem alles Ordnung ist (Spanisch: Feminicidio ... en el país del no pasa nada) und zeigt die Werke des lateinamerikanischen Künstlerinnenkollektivs Ira del Silencio (Zorn der Stille). In Ciudad Juárez, einer nordmexikanischen Stadt an der Grenze zu den USA, Texas, sind seit 1993 Hunderte von Frauen verschwunden und später tot aufgefunden worden. Die Morde zeichnen sich durch eine erschreckende Brutalität aus. Viele der Opfer werden vor ihrer Ermordung tagelang gefoltert, teilweise bis zur Unkenntlichkeit, wobei vor allem die geschlechtsspezifische Gewalt auffällt. Ähnliche Verletzungen, gleiche Fundstellen, vertauschte Kleider und nicht zuletzt ein stetiges Andauern der Morde sprechen dafür, dass unter den einzelnen Morden ein enger Zusammenhang besteht. Den Opfern ist gemeinsam, dass sie Frauen, arm und marginalisiert sind und kaum über schützende soziale Netze verfügen.Ciudad Juárez ist wegen seiner regionalen Nähe zu den USA ein wichtiger Drogenumschlagplatz. Mit der Drogenkriminalität geht ein massiver Anstieg von Gewalttaten in der Stadt einher, was bei den Frauenmorden sicherlich eine zentrale Rolle spielt. So werden die Frauenmorde teilweise als eine Form der Machtdemonstration der Drogenmafia interpretiert. Die mit dem Drogenhandel in engem Zusammenhang stehende Korruption von Polizei, Justiz und PolitikerInnen verhindert eine Aufklärung der Gewalttaten.
Veranstaltungen:
01.12.09 Eröffnungsveranstaltung um 20:00 Uhr mit dem Film Mexico Magico
07.12.09 Vortrag über die Sozialen Proteste in Mexico beginn 20:00 Uhr
12.12.09 Vortrag über die Frauenmorde in Ciudad Juárez (Gruppe FURIAS) beginn 18:00 Uhr
Veranstaltung vom AK Freiraum
Freiräume – Freiträume - Zur Problematik von Freiräumen
Jeder von uns kennt das; diese Sehnsucht nach radikaler Umwerfung der Gesellschaft,nach sofortiger Revolution. Da die Revolution jedoch so schnell nicht kommt, wird sie im kleinen Freiraum vollzogen. Dieser Raum hat die Revolution hinter sich und bildet den „Hort des Guten gegen das Böse da draußen…“ Doch was dann? Welche Probleme ergeben sich in Freiräumen, in der praktischen Umsetzung der dazugehörigen Ideologien. Wie kann die kleine Revolution wieder nach außen getragen werden? Im Vortrag soll auf verschiedene Forderungen und/oder Ideen zu und über Freiräume eingegangen werden, sowie diese allesamt einer kritischen Analyse unterzogen werden, um Probleme der Freiraumpolitik zu finden und eine kurze Skizze einer möglichen Lösung darzustellen.13.12.2009 18:00 Uhr, infocafé @AZ Conni, Rudolf-Leonard-Str.39 DD-Neustadt
Weitere Infos unter: AK Freiraum