Podiumsdiskussion: Quarantäne und Kritik – Rückblick nach zwei Jahren Pandemie
19. Juli 2022 , 19:00Discussion / Talk

Podiumsgespräch mit Kampagne NAUS, Gruppe Polar, AIL und ABC

Mehr als zwei Jahre hatte die Corona-Pandemie die Gesellschaft in ihrem Griff. Von Lockdowns und Grundrechtseingriffen über Lockerungen bis zu Finanzhilfen wurde vor allem der Staat gemäß seiner Funktion zum zentralen Krisenmanager. Wenig überraschend versuchte er mit mal mehr und mal weniger nachvollziehbaren Maßnahmen die Kapitalakkumulation am Laufen zu halten - auf Kosten der Freiheit und Sicherheit seiner Bürger*innen.
Jedoch standen auch radikale Linke und Anarchist*innen vor Herausforderungen. Eine Eindämmung der Pandemie erschien auch aus staatskritischer Sicht sinnvoll, um Menschenleben zu retten. Gleichzeitig wurden die Folgen der Krise wieder einmal auf die verwundbarsten Teile der Gesellschaft abgewälzt. Zu kritisieren gab es also genug. Doch schon die ersten öffentlichkeitswirksamen Aktionen wurden von der Polizei konsequent unterbunden. Nichtsdestotrotz wurden Forderungspapiere geschrieben und Kampagnen gestartet, um die zahlreichen Missstände anzugreifen. Gleichzeitig entstand eine diffuse politische Bewegung gegen die staatlichen Maßnahmen, die mit der Zeit immer offener ins rechte und verschwörungstheoretische Milieu abrutschte und die zunehmend zum Fokus linker Aktionen wurde, was ebenso auch Kritik erfuhr.
Nach mehr als zwei Jahren Pandemie wollen wir gemeinsam zurückschauen und auswerten, wie unsere politische Praxis aussah. Welche Strategien waren erfolgreich, wo hätten die Dinge anders laufen sollen? War die Linke regierungsunkritisch? Wie ist unser Verhältnis zu staatlicher Autorität, zu Repression gegen Querdenken, zur Impfplicht und anderen Corona-Maßnahmen? 
Und natürlich ergeben sich daraus auch Fragen für zukünftige politische Strategien. Denn eines ist sicher: Die nächste Krise kommt bestimmt!

Mehr als zwei Jahre hatte die Corona-Pandemie die Gesellschaft in ihrem Griff. Von Lockdowns und Grundrechtseingriffen über Lockerungen bis zu Finanzhilfen wurde vor allem der Staat gemäß seiner Funktion zum zentralen Krisenmanager. Wenig überraschend versuchte er mit mal mehr und mal weniger nachvollziehbaren Maßnahmen die Kapitalakkumulation am Laufen zu halten - auf Kosten der Freiheit und Sicherheit seiner Bürger*innen.
Jedoch standen auch radikale Linke und Anarchist*innen vor Herausforderungen. Eine Eindämmung der Pandemie erschien auch aus staatskritischer Sicht sinnvoll, um Menschenleben zu retten. Gleichzeitig wurden die Folgen der Krise wieder einmal auf die verwundbarsten Teile der Gesellschaft abgewälzt. Zu kritisieren gab es also genug. Doch schon die ersten öffentlichkeitswirksamen Aktionen wurden von der Polizei konsequent unterbunden. Nichtsdestotrotz wurden Forderungspapiere geschrieben und Kampagnen gestartet, um die zahlreichen Missstände anzugreifen. Gleichzeitig entstand eine diffuse politische Bewegung gegen die staatlichen Maßnahmen, die mit der Zeit immer offener ins rechte und verschwörungstheoretische Milieu abrutschte und die zunehmend zum Fokus linker Aktionen wurde, was ebenso auch Kritik erfuhr.
Nach mehr als zwei Jahren Pandemie wollen wir gemeinsam zurückschauen und auswerten, wie unsere politische Praxis aussah. Welche Strategien waren erfolgreich, wo hätten die Dinge anders laufen sollen? War die Linke regierungsunkritisch? Wie ist unser Verhältnis zu staatlicher Autorität, zu Repression gegen Querdenken, zur Impfplicht und anderen Corona-Maßnahmen? 
Und natürlich ergeben sich daraus auch Fragen für zukünftige politische Strategien. Denn eines ist sicher: Die nächste Krise kommt bestimmt!