No one is illegal!

no one is illegal – kein Mensch ist illegal – personne n’est clandestin – لا أحد غير شرعيникто не является незаконнымKimse yasadışı.

Novemberrevolution VI
6. Dezember 2018

+++++Achtung Uhrzeitänderung: Spaziergang am 19.12. ab 18 Uhr, Grüne Ecke+++++

So, gestern hatten wir eine schöne Diskussion mit einigen Interessierten. Es ging sowohl um ein aktualisiertes Klassenverständnis – übrigens eine Frage der sich die Analyse und Kritik in ihren letzten Ausgaben sehr fleißig gewidmet hat – und um Solidarität als Maßstab unserer politischen Praxis – auch hier sei nochmal die AK empfohlen mit ihrem Interview mit Bini Adamczak. Außerdem haben wir uns nochmal den Räten als Organisierungsform gewidmet, sind sie denn überhaupt noch das Medium, mit dem heute vielleicht Befreiung zu machen ist? Dazu zum Beispiel die phase2 und auch das ajour-mag

Den Abschluss unserer Reihe machen wir dann am 19. Dezember mit dem kleinen Spaziergang durchs Hecht. Dabei werden wir nochmal ein paar der Akteur*innen der Revolution in Dresden vorstellen. Der Spaziergang geht allerdings 2 Stunden später als geplant los: 18 Uhr am 19. Dezember an der Grünen Ecke.

Novemberrevolution V
15. November 2018

Gestern haben wir einen sehr engagierten Vortrag von Daniel Kulla gesehen, der auch nochmal darauf hingewiesen hat, dass heute 100 Jahre Sozialpartnerschaft zu feiern wären, wenns da was zu feiern gäbe: https://www.classless.org/2018/11/15/100-jahre-sozialpartnerschaft/

Am Sonntag gehts dann weiter mit Olaf Kistenmacher und der Frage wie sich linke Strukturen in der Weimarer Republik eigentlich organisierten. Kommt vorbei!

Hier nun noch ein Beitrag von uns zu Sachsen in der Novemberrevolution, nur ein kleiner Überblick, aber vielleicht lest ihr da ja nochmal weiter. Weiterlesen..

Novemberrevolution IV
7. November 2018

Heute vor 101 Jahren stürzten die Bolschewiki die bürgerlich-sozialistische Übergangsregierung Alexander Kerenskys. Die damaligen Ereignisse – später inszeniert als großer Sturm auf das Winterpalais, dem Sitz der Regierung in Petrograd – gingen als Oktoberrevolution in die Geschichte ein.

Vielleicht das schönste Bild des Ersten Weltkriegs? Russische und deutsche Soldaten feiern sein Ende. Quelle: Wikipedia

Die konsequente Friedenspolitik der Bolschewiki führte schließlich zum Ende des Weltkrieges in diesem Teil der Welt, in der späteren Sowjetunion begannen die Revolutionär*innen mit der Sozialisierung der Produktionsmittel und leider auch mit der Errichtung der bolschewistischen Parteidiktatur. Im Jahr 1918 jedoch war die Revolution in Russland noch zentraler Bezugspunkte der radikalen Teile der Arbeiter*innenbewegung, sowohl der späteren Kritiker*innen um die “Internationalen Kommunisten”, der USPD unter Führung von Luxemburg und Liebknecht, als auch der Anarchist*innen Mühsam und Landauer. Ohne die Revolution in Russland hätte es den November 1918 vielleicht nie gegeben. Darum wollen wir euch eine Veranstaltungsreihe aus 2017 ans Herz legen, die ihr hier nachhören könnt:

Veranstaltungsreihe

Außerdem hier noch ein Beitrag zur Wiederhall der Oktoberrevolution in Sachsen:

https://soundcloud.com/rosaluxstiftung/reflektionen-der…

Im Jahr 1918 demonstrierten in München am 7. November M- und USPD für die Beendigung des Krieges, durch den Zusammenschluss mit den städtischen Militäreinheiten fällt die Stadt unter ihre Kontrolle. Nur einen Tag später ist der erste deutsche Monarch, der bayrische König Ludwig III faktisch gestürzt, Bayern wird zum Freistaat. Mehr dazu am Freitag in unserer Veranstaltung:

09. November – 19 Uhr | AZ Conni | Filmvorführung und Diskussion | Die Dichter und die Räterepublik – Spurensuche einer vergessenen Revolution

Die Räterepublik in München war einer von mehreren, in ihrer Intensität aber einer der weitreichendsten Versuche in Deutschland eine sozialistische Republik zu errichten. Beflügelt von den revolutionären Ereignissen in Ungarn übernahm die proletarische Bewegung in München ab April 1919 die Macht. An der Bewegung nahmen auch so namhafte Gestalten wie Gustav Landauer und Erich Mühsam teil. Doch auch diese Republik wurde letztlich durch ein Bündnis aus Mehrheitsozialdemokratie und Burgeosie niedergeschlagen – die militärische Eroberung Münchens endete in einem Blutbad, diejenigen die dem Massaker entgingen, wurden – so auch Erich Mühsam – zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Anhand einer Dokumentation wollen wir ins Gespräch kommen über die Bedingungen der damaligen Revolutionsversuche und ihr Scheitern.

100 Jahre Novemberrevolution – Alle Macht den Räten?

News aus dem Kneipen- und Kulturplenum
6. November 2018

Es gibt Neuigkeiten.
Bisher war es auf dem KuK-Plenum jede Woche montags um 18.30 Uhr möglich eure Veranstaltungsanfragen, Ideen und Anliegen einzubringen. Das wird sich jetzt jedoch ändern.

Ab Dezember ist nur noch das erste Treffen im Monat offen für neue Anfragen.

Diese Entscheidung haben wir getroffen, da das Kneipen- und Kulturplenum kein reines Bookingtreffen sein soll, sondern wir auch andere für den Kneipen- und Kulturbetrieb des AZ Conni relevante Themen und Probleme bearbeiten möchten und müssen. Auch inhaltliches, politisches Arbeiten kommt in letzter Zeit auf unserem Plenum für unseren Geschmack viel zu kurz. Auch die Planung von Veranstaltungen aus unserem Plenum heraus möchten wir wieder mehr in den Fokus rücken, um unseren eigenen Ideen und Projekten einen Raum zu geben. Um uns die Zeit dafür einzuräumen, haben wir uns entschieden den Umgang mit externen Anfragen umzustrukturieren und diese nur noch einmal im Monat zu bearbeiten. Wir hoffen dadurch auch, mehr Ordnung in unseren Kalender zu bringen und Problemen wie Doppelbelegungen oder ähnlichem vorzubeugen.

Vor- und Nachbesprechungen von Veranstaltungen finden nach wie vor jede Woche statt und falls ihr bei uns mitmachen wollt kommt gern jederzeit vorbei!

Außerdem erreicht ihr uns nach wie vor über die E-Mail-Adresse: kuk[ät]azconni.de
Die Bearbeitung dieses Postfachs geht erfahrungsgemäß jedoch recht schleppend voran und manchmal gehen auch Nachrichten darin unter. Deswegen kommt lieber auf dem Plenum vorbei.

Euer KuK

Novemberrevolution III
3. November 2018

Heute vor hundert Jahren versuchte eine Demonstration von Matrosen und Arbeiter*innen in Kiel die Meuterer von Wilhelmshaven aus dem Polizeiarrest zu befreien. Die inhaftierten Meuterer waren die ersten, die Befehle der deutschen Admiralität verweigerten, wodurch sie den Abbruch des letzten Angriffs auf die englische Marine verursachten.

Bericht eines Matrosen vom 31. Oktober an seinen Vater, Leipziger Volkszeitung 10. November

Die Demonstrant*innen befürchteten nun, die Inhaftierten würde das gleiche Schicksal ereilen, wie die beiden Meuterer aus dem Jahre 1917: Max Reichpietsch und Albin Köbes wurden am 7. September 1917 erschossen.

Die Demonstration am 3. November wurde noch durch Schüsse auseinander getrieben. Die Aufständischen gingen nun jedoch dazu über, die gesamte Stadt zu übernehmen. Der Gouverneur der Stadt, Wilhelm Souchon, war in Anbetracht der Übermacht von Matrosen und Arbeiter*innen zu Verhandlungen gezwungen. In einem 14-Punkte Programm forderten die Meuternden u.a. die Anerkennung des neugegründeten Soldatenrates als oberstes Organ der Stadtveraltung.

Die Gefangenen wurden schließlich befreit.

In Kiel gibt es an diesem Wochenende eine Vielzahl an Gedenkveranstaltungen, außerdem eine städtische Veranstaltungsreihe und Ausstellung:

https://www.kiel.de/de/kultur_freizeit/1918/index.php

Kritik an der hier entworfenen Darstellung üben verschiedene linke Gruppen aus Kiel, die heute zu gleich 3 Demonstrationen aufrufen.

03.11.2018

Wer also gerade Urlaub an der Küste macht, nix wie hin da!

Novemberrevolution II
25. Oktober 2018

Heute vor 100 Jahren rief der in Dresden aktive Linksradikale Otto Rühle im Reichstag zur Revolution und Absetzung Wilhelm II auf! Seine Rede könnt ihr hier nachlesen.

Otto Rühle beschäftigte sich viel mit Fragen einer freien Erziehung als Moment der Veränderung der Gesellschaft. Seine “Grundfragen der Erziehung” von 1912 gibt es auch hier.

Später wurde er zu einem heftigen linken Kritiker des bolschewistischen Sozialismus. Er und seine Frau Alice Rühle-Gerstel gingen in den 30er Jahren ins mexikanische Exil, wo sie Trotzki kennen lernten. Hier findet ihr Alice Rühle-Gerstels Erinnerungen an Trotzki.

In unserer Reihe gehts weiter am 9. November mit Diskussion und Dokumentation zur Räterepublik in Bayern, vor allem München!

09. November – 19 Uhr | AZ Conni | Filmvorführung und Diskussion | Die Dichter und die Räterepublik – Spurensuche einer vergessenen Revolution

Die Räterepublik in München war einer von mehreren, in ihrer Intensität aber einer der weitreichendsten Versuche in Deutschland eine sozialistische Republik zu errichten. Beflügelt von den revolutionären Ereignissen in Ungarn übernahm die proletarische Bewegung in München ab April 1919 die Macht. An der Bewegung nahmen auch so namhafte Gestalten wie Gustav Landauer und Erich Mühsam teil. Doch auch diese Republik wurde letztlich durch ein Bündnis aus Mehrheitsozialdemokratie und Burgeosie niedergeschlagen – die militärische Eroberung Münchens endete in einem Blutbad, diejenigen die dem Massaker entgingen, wurden – so auch Erich Mühsam – zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Anhand einer Dokumentation wollen wir ins Gespräch kommen über die Bedingungen der damaligen Revolutionsversuche und ihr Scheitern.

Novemberrevolution I
20. Oktober 2018

Zu unserer Reihe “100 Jahre Novemberrevolution – Alle Macht den Räten?” haben wir einiges an Links, Texten und Audios gesammelt, dass wir euch nicht vorenthalten wollen, hier der erste Teil.

Die Zeitung Neues Deutschland hat einen Ticker eingerichtet, auf dem sie die Ereignisse des Herbst und Winter 1918 darstellen. Lohnenswert um sich in das Historische reinzufuchsen!

Auf diesem Twitter-Account findet ihr auch einen Ticker dazu.

100 Jahre Novemberrevolution – Alle Macht den Räten?
11. Oktober 2018

eine Veranstaltungsreihe im Herbst 2018

Von der euphorischen Stimmung des Aufbruchs in den Ersten Weltkrieg hatten das millionenfache Sterben und Leiden in den Schützengräben, das Hungern in den Dörfern und Städten der “Heimatfront” und die allseitige Präsenz der Militärdiktatur der Obersten Heeresleitung kaum noch etwas übrig gelassen, als am 29. Oktober 1918 der Befehl zum Auslaufen der in Wilhelmshaven versammelten Hochseeflotte erging. Mit einer letzten Enstcheidungsschlacht zur See erhoffte die deutsche Generalität, die sichere Kriegsniederlage doch noch abwenden zu können oder zumindest in Ehren unterzugehen. Tausende von Matrosen jedoch waren nicht bereit, ihr Leben für das Kaiserreich und seine Werte zu geben – und meuterten.

Zwar gelang es der Militärführung kurzzeitig, die Unruhen unter Kontrolle zu bringen sowie die Meuternden in Kiel und Bremen in Arrest zu nehmen – der revolutionäre Funke aber war entfacht. Spontan bildeten sich in Kiel Soldatenräte, die Unterstützung von sich solidarisierenden Arbeiter*innenräten erhielten. Gemeinsam errangen sie bis zum 5. November die Freilassung der Gefangenen und die Hoheit über die Stadt. Ein Anfang war gemacht.

Wie ein Lauffeuer breitete sich das Kieler Vorbild nun in den Städten Norddeutschlands aus, von wo es am 9. November auch die Reichshauptstadt Berlin erreichte. Überwältigt vom Druck der Ereignisse entschied Reichskanzler Max von Baden eigenmächtig die Abdankung des Kaisers zu erklären und die Regierungsgeschäfte an die stärkste Parlamentsfraktion, die SPD, zu übertragen. So reibungslos die Absetzung der Monarchie bis hierhin verlief, so steinig sollte die Entstehung der Republik nun werden. Dies zeigte schon ihre doppelte Proklamation durch Scheidemann (SPD) und Liebknecht (USPD/Spartakusbund).

Während große Teile der SPD unter ihrem Parteivorsitzenden Ebert die Schaffung eines liberalen Verfassungsstaats erstrebten, forderten vor allem die revolutionären Arbeiter*innenräte der Großstädte den politischen Systemwechsel zu einem gesamtgesellschaftlichen Wandel voranzutreiben und die sozialistische Räterepublik Wirklichkeit werden zu lassen. Sowohl SPD, als auch USPD waren anfangs bemüht, die Einheit der Arbeiter*innen als Grundlage ihrer Herrschaft zu erhalten. Schon im Dezember aber überlagerte der Konflikt über die Staats- und Gesellschaftsform die alltägliche Regierungsarbeit derart, dass ein Bruch der am 10. November von den Berliner Arbeiter- und Soldatenräten bestätigten Übergangsregierung von SPD und USPD erfolgte.

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Gusche auf – gegen Rechts! Menschenwürde ist alternativlos
28. September 2018

Heute startet die Kampagne “Gusche auf – gegen Rechts!” die zivilgesellschaftliche Bündnisse gegen die AfD knüpfen möchte. Da macht natürlich auch das AZ Conni mit!

Seit 2014 sitzt eine vermeintliche „Alternative“ für Deutschland (AfD) im sächsischen Landtag und in vielen kommunalen Parlamenten. Immer deutlicher und stärker wird die Ausrichtung von Partei und Mandatsträger*innen nach Rechtsaußen.

Bei der Bundestagswahl 2017 wurde die AfD in Sachsen von 670.000 Menschen gewählt und landete damit knapp vor der CDU. Es ist zu befürchten, dass die Partei auch bei den bevorstehenden Kommunal- und Landtagswahlen 2019 auf Ergebnisse von mehr als 20 Prozent kommt und damit zweitstärkste oder gar stärkste Kraft im Land wird.

Die AfD ist für uns keine tolerierbare Alternative, denn zur Menschenwürde gibt es keine Alternative!

Unsere Meinung ist: Die AfD ist keine Partei wie jede andere – sie bedroht das friedliche Zusammenleben aller Menschen in unserer Gesellschaft:

– Ihre Hetze gegen Muslime und Geflüchtete gefährdet massiv das friedliche Zusammenleben.
– Die von der Verfassung geschützten Rechte von Minderheiten werden durch die AfD in Frage gestellt, wenn sie z.B. die Ausweitung von Volksentscheiden fordert, bei denen die Mehrheitsgesellschaft über Minderheitenrechte abstimmen soll.
– Sozial Schwächere sollen durch ihre unsolidarische, neoliberale Programmatik noch stärker an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
– Viele Mitglieder und Funktionsträger*innen der AfD positionieren sich klar rassistisch und sozialdarwinistisch, sie verfolgen teilweise antidemokratische und antiegalitäre, in Einzelfällen gar faschistische Ideen.
– Zudem bestehen in einzelnen Regionen nachweisliche Kontakte zwischen Funktionsträger*innen der AfD, der „Identitären Bewegung“ und organisierten Neonazis.

Es ist daher die Aufgabe all jener, denen die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Unverletzlichkeit der Menschenrechte wichtig sind, gegen die AfD und ihre Politik deutlich Position zu beziehen.

Meinungsfreiheit ist kein Recht auf Widerspruchsfreiheit!

Dieses Positionieren wird nicht widerstandslos ablaufen. Die AfD stellt sich gern als unfair behandeltes und unschuldiges Opfer dar. Doch: „Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.“¹

Die Grenze unserer Toleranz ist erreicht! Wir widersprechen: öffentlich, scharf, klar und deutlich!

Von Bürger*innen und insbesondere politischen Entscheidungsträger*innen in Sachsen fordern wir eine klare Positionierung zur Demokratie und für Menschenrechte! Die AfD ist keine Partei, mit der Demokrat*innen gemeinsam Politik machen dürfen!


¹ Zitat von Umberto Eco aus einem Interview in der Zeit (Nr. 32/1993). Anlass des Interviews war ein „Aufruf zur Wachsamkeit“, in dem sich Eco zusammen mit anderen Intellektuellen gegen die „Wiederkehr rechtsextremistischer antidemokratischer Strömungen im geistigen Leben Frankreichs und Europas“ wandte.

Ausfall Skills for Action Week
24. September 2018

Auf unserem Monatsflyer stehen für diese Woche mehrere Veranstaltungen im Rahmen einer Skills for Action Week.
Diese musste leider kurzfristig verschoben werden. Der Vortrag am 25., das Podium am 29. und das Demotraining am 30.09. finden also nicht statt und werden später im Jahr nachgeholt.

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